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Die Länge eines Schattens folgt einer einzigen Formel. Ob Ihr Grundstück im Schatten liegt, beantwortet sie trotzdem nicht — dafür braucht es das Gelände und die Nachbarhäuser.
Ein Hindernis der Höhe h wirft bei der Sonnenhöhe α einen Schatten der Länge L = h / tan(α). Mehr braucht es nicht — solange der Boden eben ist und nur ein einziges Hindernis im Weg steht.
Höchststand am Mittag, gerechnet für Zürich mit derselben Formel, die auch im 3D-Modell läuft:
| Tag | Sonnenhöhe | Schatten eines 10-m-Hauses |
|---|---|---|
| 21. Juni | 66,1° | 4,4 m |
| 21. März und 23. September | 43,0° | 10,7 m |
| 3. November und 8. Februar | 27,5° | 19,2 m |
| 21. Dezember | 19,2° | 28,7 m |
Der 3. November und der 8. Februar sind keine willkürlichen Daten: im Kanton Zürich sind es die mittleren Wintertage, an denen der Schattenwurf von Hochhäusern nachzuweisen ist.
Sie kennt ein Hindernis, nicht die Umgebung. In Wirklichkeit entscheidet meist etwas anderes:
Darum rechnet diese Ansicht nicht mit einer Formel, sondern mit einem 3D-Modell aus amtlichen Daten des Bundes: Gelände, Gebäude und Bäume. Ergebnis ist keine Schattenlänge, sondern die Zahl der besonnten Stunden an einem bestimmten Punkt.
Schattenlänge = Gebäudehöhe geteilt durch den Tangens der Sonnenhöhe. Ein zehn Meter hohes Haus wirft bei 19,2 Grad Sonnenhöhe 28,7 Meter Schatten, bei 66,1 Grad noch 4,4 Meter.
In Zürich erreicht sie am 21. Dezember 19,2 Grad, am 21. März 43,0 Grad und am 21. Juni 66,1 Grad. An den mittleren Wintertagen des Kantons Zürich — 3. November und 8. Februar — sind es rund 27,5 Grad.
Sie rechnet mit einem einzelnen Hindernis auf ebenem Boden. In Wirklichkeit stehen mehrere Häuser, das Gelände steigt oder fällt, und Bäume verschatten zusätzlich. Dafür braucht es ein Modell des ganzen Umfelds.
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