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Eine Südwohnung im Erdgeschoss kann im Winter dunkler sein als eine Westwohnung im dritten Stock. Entscheidend ist, was vor den Fenstern steht — und wie hoch man wohnt.
Ein Beispiel, wie es in jeder Stadt vorkommt: Direkt im Süden steht ein 15 Meter hohes Nachbarhaus, 20 Meter entfernt. Damit die Mittagssonne darüber hinweg ins Fenster scheint, muss sie höher stehen als die Dachkante, von der jeweiligen Augenhöhe aus gesehen. Gerechnet für Zürich:
| Stockwerk | Nötige Sonnenhöhe | Mittagssonne frei |
|---|---|---|
| Erdgeschoss | 34,0° | 27. Februar – |
| 1. Stock | 27,7° | 8. Februar – |
| 2. Stock | 20,6° | 9. Januar – |
| 3. Stock | 12,7° | ganzes Jahr |
| 4. Stock | 4,3° | ganzes Jahr |
Im Erdgeschoss fehlt die Mittagssonne also von Mitte Oktober bis Ende Februar — viereinhalb Monate. Drei Stockwerke höher reicht sie das ganze Jahr über dasselbe Haus. Die Rechnung ist vereinfacht: ein langes Gebäude genau im Süden, ebener Boden, Augenhöhe 1,5 Meter über dem jeweiligen Boden, Geschosshöhe 3 Meter. Morgens und abends steht die Sonne seitlich, dann zählen andere Häuser.
Im Juni steht die Sonne in Zürich mittags 66,1 Grad hoch, am 21. Dezember nur 19,2 Grad. Bei 66 Grad reicht sie über fast jedes Nachbarhaus — die Tabelle oben zeigt, dass das im Sommer für jedes Stockwerk gilt. Wer im Juli besichtigt, sieht den Unterschied nicht. Mehr dazu unter Winterschatten.
Die Ansicht von Sonnenstand rechnet nicht mit einem Beispielhaus, sondern mit den tatsächlichen Gebäuden, dem Gelände und den Bäumen aus amtlichen Daten des Bundes. Setzen Sie den Messpunkt auf das Gebäude statt in den Garten, wird auf dieser Höhe gerechnet und nicht am Boden.
Nein. Steht im Süden ein Nachbarhaus, entscheidet das Stockwerk. Bei einem 15 Meter hohen Haus in 20 Metern Abstand kommt die Mittagssonne in Zürich im Erdgeschoss nur vom 27. Februar bis zum 14. Oktober darüber, ab dem dritten Stock das ganze Jahr.
Zwischen November und Februar. Im Juni steht die Sonne in Zürich mittags 66,1 Grad hoch, am 21. Dezember nur 19,2 Grad — im Sommer fällt fast kein Schatten auf, der im Winter stört.
Mit einem 3D-Modell aus amtlichen Daten zu Gelände, Gebäuden und Bäumen. Setzt man den Messpunkt auf das Gebäude statt in den Garten, wird auf dieser Höhe gerechnet und nicht am Boden.
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